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Neun Filme aus dem Hauptwettbewerb in Cannes (sélection officielle) des letztjährigen Festivals sind in diesem Jahr bei den Oscars vertreten - mit insgesamt 26 Nominierungen in 16 verschiedenen Kategorien. Prädikat "hervorragend" für den Festival-Jahrgang 2023 in Cannes! Foto: Festival de Cannes

Von Cannes nach Hollywood: Sandra Hüller für Oscar nominiert

Erst mit Justine Triets „Anatomie eines Falles“ bei den Internationalen Filmfestspielen von 2023 in Cannes als bester Film mit der Goldenen Palme ausgezeichnet, ist die deutsche Schauspielerin Sandra Hüller für den selben Film nun als beste Darstellerin für einen Oscar nominiert worden. Das hat die Filmakademie in Los Angeles bekannt gegeben. Es ist die erste Oscar-Nominierung für die aus Suhl in Thüringen stammende Schauspielerin, die in Leipzig lebt.

Sandra Hüller
Sandra Hüller auf der Berlinale im Jahr 2017. Archivfoto: Martin Kraft, CC BY-SA 3.0 <https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0>, via Wikimedia Commons

Ob Sandra Hüller tatsächlich für ihre Hauptrolle in dem Justizdrama ausgezeichnet wird, entscheidet sich am 10. März bei der 96. Preisverleihung im Dolby Theatre von Hollywood. Neben Hüller haben auch zwei deutsche Regisseure Chancen auf die höchste cineastische Auszeichnung weltweit.

In dem Film der französischen Regisseurin Justine Triet spielt Hüller eine unter Mordverdacht stehende erfolgreiche Schriftstellerin.
Mit Hüller treten in der Sparte „Beste Hauptdarstellerin in einem Filmdrama“ vier weitere Schauspielerinnen an: Lily Gladstone („Killers of the Flower Moon“), Carey Mulligan („Maestro“), Annette Bening („Nyad“) und Emma Stone („Poor Things“). Hüller war erst kürzlich bereits für einen Golden Globe nominiert gewesen. Bei der Preisvergabe Anfang Januar jedoch war sie der US-Amerikanerin Lily Gladstone („Killers of the Flower Moon“) unterlegen.

Die deutschen Regisseure Wim Wenders und İlker Çatak wurden für ihre Filme „Perfect Days“ beziehungsweise „Das Lehrerzimmer“ in der Sparte bester internationaler Film für einen Oscar vorgeschlagen.

Der Film „Oppenheimer“ bekam mit 13 die meisten Nominierungen für einen Oscar in diesem Jahr. In der Kategorie bester Film ist „Oppenheimer“ neben „American Fiction“, „Anatomie eines Falls“, „Barbie“, „The Holdovers“, „Killers of the Flower Moon“, „Maestro“, „Past Lives“, „Poor Things“ und „The Zone of Interest“ nominiert.

Der dreistündige Film „Oppenheimer“ von Christopher Nolan ist auch für die beste Regie nominiert. Nolan hat bislang noch keinen Oscar gewonnen. Die Darsteller Cillian Murphy, Robert Downey Jr. und Emily Blunt sind auch für Preise nominiert.

„Barbie“ von Greta Gerwig bekam acht Nominierungen, unter anderem eine für den besten Film. Regisseurin Gerwig wurde überraschend nicht für die beste Regie nominiert.

R. Liffers

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