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Silvester in Saint-Tropez und runde Geburtstage…

Ein Säckchen Buntes: Zu Weihnachten hat Azurblau-Chefreporter Rolf Liffers Anekdoten über Mario Adorf, Brad Pitt, Keith Richards, Barbie und viele mehr gesammelt. Was die Genannten verbindet? Ihr Bezug zur Côte d’Azur…

Mario Adorf feiert Silvester in Saint-Tropez

Mario Adorf
Mario Adorf und seine (französische) Frau Monique. Archivfoto: 9EkieraM1, CC BY-SA 3.0 <https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0>, via Wikimedia Commons

93 und kein bisschen müde! Auch im hohen Alter ist Schauspieler Mario Adorf noch viel unterwegs. Regelmäßig pendelt er zwischen Deutschland und Frankreich. Silvester will er mit seiner Frau Monique und Freunden in seiner zweiten Heimat Saint-Tropez feiern.
Das Paar hält sich dort regelmäßig auf, weil Monique dort zu Hause ist.

Silvester in Saint-Tropez zu sein und Freunde zu treffen, habe Tradition. Auch seine in Berlin lebende Tochter Stella und seinen Enkel versuche er so oft wie möglich zu sehen.

"Barbie" erfolgreichster Kinofilm des Jahres

Der in Deutschland meistgesehene Kinofilm des Jahres 2023 heißt „Barbie“. Nach Angaben von Media Control wurde die Komödie mit der australischen Schauspielerin Margot Robbie in der Titelrolle und dem Kanadier Ryan Gosling als Beach-Ken inzwischen von fast sechs Millionen Zuschauern besucht. Regie führte die US-Amerikanerin Greta Gerwig, die – wie schon kurz berichtet – beim 77. Internationalen Filmfestival von Cannes im kommenden Mai den Vorsitz der Jury übernehmen wird. 

„Barbie“ , der am 20. Juli 2023 in den deutschen Kinos anlief, ist der erste Streifen einer Regisseurin, der über eine Milliarde US-Dollar einspielte.

2022 hatte der Animationsfilm „Minions – Auf der Suche nach dem Miniboss“ vorn gelegen, 2021 der 007-Film „Keine Zeit zu sterben“ mit Daniel Craig als James Bond.

Rocklegende Keith Richards: Nicht kaputt zu kriegen

Er sah schon vor Jahrzehnten runzlig aus. Unter schwerem Drogeneinfluss und auf der Flucht vor der britischen Steuer ersann er dann im Sommer 1971 mit seinen Rolling Stones im südfranzösischen „Exil“, in den „Katakomben“ der Villa Nellcôte von Villefranche-sur-Mer, das legendäre Album „Exile on Main Street“. (Mehr zu den Rolling Stones in Villefranche im Video unten!)

Keith Richards
Alles Gute nachträglich zum 80., Keith Richards! Foto: Vértes György (fotóriporter), CC BY-SA 4.0 <https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0>, via Wikimedia Commons

In dieser Woche (18. Dezember) ist Keith Richards 80 Jahre alt geworden. Wer hätte das nach diesem seinem ausschweifenden Lebenswandel gedacht?

Noch überraschender: Die neueste LP seiner Truppe, „Hackney Diamonds“, ist eines der erfolgreichsten Alben des Jahres 2023. 2024 soll eine große Amerika-Tournee stattfinden. Und eine Europatournee ist angedacht. Die in Nordamerika geplanten Konzerte sind allesamt schon jetzt ausverkauft.

Von der alten Truppe der Stones sind allerdings nur noch der unverwüstliche Gitarrist Keith und Frontman Mick Jagger übrig. Für seine Verhältnisse lebt Richards heute gesund: Seit 2019 raucht er nicht mehr. Mit Heroin hat er nach eigenen Angaben schon 1978 aufgehört, mit Kokain 2006.

Brad Pitt 60: Die Kasse klingelt wieder

Am selben Tag wie Keith Richards feierte auch Brad Pitt mit Wohnsitz in Correns im Var einen runden Geburtstag. Er wurde 60. Gefeiert haben soll er aber in Los Angeles und nicht auf seinem Schloss im Var, das ihn an den Rand des wirtschaftlichen Ruins gebracht haben soll (wir berichteten).

Im Übrigen klingelt die Kasse gerade wieder: In einem neuen Film über die Formel 1 spielt er in die Hauptrolle. Durch den monatelangen Hollywoodstreik sind die Dreharbeiten aber schwer in Verzug. An Pitts Seite als Berater hilft Formel-1-Rekord-Weltmeister Lewis Hamilton, der versicherte, für sein Alter sei der Hollywoodstar „superfit“.

Spaß-Special mit Engelke und Brandt wird fortgesetzt

Nach dem Erfolg des Silvester-Spaßes „Kurzschluss“ Ende 2022 mit Anke Engelke und Matthias Brandt in den Hauptrollen bringt die ARD hiervon in diesem Jahr eine erste Fortsetzung. Beim ersten „Kurzschluss“ waren die beiden durch einen technischen Defekt im Selbstbedienungsbereich einer Bank eingeschlossen worden.

Nun geraten Engelke und Brandt als Bettina und Martin in „Der zweite Kurzschluss“ auf einer Turnhallen-Silvesterparty in Streit mit anderen Gästen und müssen sich im Raum des Hallenwarts verschanzen, teilte der Kölner Sender WDR mit.

Erlebnisse und Unterhaltungen in der wiederum halbstündigen Neuauflage seien „mal überraschend, mal albern, mal besinnlich, und immer angenehm emotional“, verspricht Engelke.

Der Film soll am 30. Dezember um 23.25 Uhr im Ersten ausgestrahlt werden, Teil 1 und 2 werden außerdem am 31.12. um 18 Uhr hintereinander am selben Sendeplatz gezeigt.

Apropos Brandt: Matthias’ Vater Willy hätte wie die erwähnten Herren oben am 18. Dezember Geburtstag gehabt – seinen 110.! Die Älteren unter uns erinnern sich vielleicht noch, dass sich der frühere deutsche Bundeskanzler Willy Brandt in den siebziger Jahren in einer Klinik in Carqueiranne bei Hyères-les-Palmiers (Var) von einem verschleppten Herzinfarkt erholen musste.

Erleichterung: Ministerin Roth will Tucholsky-Museum retten

Tucholskys Schreibtisch
Tucholskys Schreibtisch aus der Villa »Nedsjölund« in Hindås (Schweden), der sich heute im Tucholsky-Literaturmuseum in Rheinsberg befindet. Foto: Schreibkraft, CC BY-SA 3.0 , via Wikimedia Commons

Die Gemeinde Rheinsberg und der Landkreis Ostprignitz-Ruppin ringen um den Erhalt des Tucholsky-Museums. In dieser Woche wurde nun bekannt, dass Kulturstaatsministerin Claudia Roth das Museum in jedem Fall erhalten wiill.

„Kurt Tucholsky hat sich mit spitzer Feder und viel bissigem Humor für eine demokratische Gesellschaft in der Weimarer Republik eingesetzt“, sagte Claudia Roth nach einem Bericht des Deutschlandfunks. Der widerständige Dichter, der bis in die 1930er-Jahre regelmäßig kreative Phasen in Le Lavandou im Var erlebte (die RIVIERAZEIT berichtete darüber) sei „Nationalismus, Militarismus und Faschismus mutig entgegengetreten“.

Dafür sei er von den Nationalsozialisten verfolgt und aus dem Land getrieben worden, betonte Roth. „Die Beschäftigung mit seinem Leben und Wirken brauchen wir gerade in diesen Zeiten dringend“, argumentierte die Grünen-Politikerin.

Dem Ort Rheinsberg habe Tucholsky ein literarisches Denkmal gesetzt. In „Rheinsberg: Ein Bilderbuch für Verliebte“ schilderte Tucholsky 1912 die Reise eines Berliner Paares in die ländliche Idylle. 1935 nahm sich Tucholsky – nicht lange nach seinem letzten Aufenthalt an der Côte d’Azur – im schwedischen Exil das Leben.

Die Stadtverordnetenversammlung der brandenburgischen Gemeinde hatte wegen Etatproblemen beschlossen, die wissenschaftliche Leitung des Museums nicht mehr zu besetzen. Im Gespräch ist eine Übernahme durch den Landkreis Ostprignitz-Ruppin.

Millionen für eine afrikanische Maske

Auf dem Dachboden eines älteren Ehepaars aus dem südfranzösischen Alès lag jahrelang eine aus Holz geschnitzte Maske. Die verkauften die arglosen Leute offenbar weit unter Wert – und verklagten später den Händler. Auch der Staat Gabun meldet Ansprüche an dem Artefakt an.

Jetzt hat ein Gericht entschieden: Der Gebrauchtwarenhändler darf den Erlös aus dem Verkauf des Artefakts behalten. Er gewann damit sowohl gegen die Vorbesitzer als auch gegen Gabun. Die Senioren hatten ihm die Maske für 150 Euro verkauft, die er für 4,2 Millionen Euro weiterverhökerte. Das Ehepaar warf ihm daraufhin vor, über den Wert des Gegenstandes getäuscht worden zu sein.

Der Händler wiederum bestritt, von dem hohen Wert der Maske gewusst zu haben. Außerdem habe er guten Willen bewiesen und dem Paar 300.000 Euro angeboten.

Das Gericht in Alès (Departement Gard) gab dem Händler recht. Die Vorbesitzer hätten es versäumt, den »historischen und künstlerischen« Wert der Maske mit der gebotenen Sorgfalt bewerten zu lassen, bei der es sich um eine äußerst seltene Holzschnitzerei der Fang aus Gabun aus dem 19. Jahrhundert handelt. Medienberichten zufolge soll es nur noch rund zehn Exemplare davon geben. Gabun war bis 1960 französische Kolonie.

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