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Wahl-Südfranzose George Clooney. Archiv-Foto: US Department of Education, CC BY 2.0 , via Wikimedia Commons

Die Clooneys wollen im Var bleiben: „In Frankreich spielt Berühmtheit keine so große Rolle wie in der USA“

Das Ehepaar Amal und George Clooney will seinen Lebensmittelpunkt dauerhaft in die Provence verlegen. Ihre beiden achtjährigen Kinder Ella und Alexander sollen jedenfalls ganz hier aufwachsen und zur Schule gehen. Das hat der Hollywoodstar dem amerikanischen Magazin „Esquire“ gesagt. Bekanntlich hatten die Clooneys 2021 für 7,9 Millionen Euro gleich um die Ecke ihres Freundes Brad Pitt das alte Weingut „Le Canadel“ gekauft und aufwändig umgebaut.

Zur Begründung gab der weltbekannte Film- und Theaterschauspieler an, die Zwillinge sollten nicht im Trubel von Los Angeles, sondern fernab vom dortigen Rampenlicht auf ganz normale Weise groß werden. „Ich hatte Angst, dass unsere Kinder in den USA nie ein gewöhnliches Leben würden führen können wie Kinder aus nicht prominenten Familien.“

Fernab von Paparazzi erwarte sie hier nach seiner Ansicht im ländlichen Raum des Departements Var „ein viel besseres Leben“ als in Amerika. Und das, obwohl er selbst seine eigene Kindheit in bäuerlichem Umfeld im Bundesstaat Kentucky verlebt und das Leben dort „unerträglich“ gefunden habe. Und noch etwas ist dem Künstler wichtig: „Nach meiner Erfahrung spielt Berühmtheit in Frankreich keine so große Rolle wie anderswo“.

Schon jetzt verbringt die Familie Clooney die meiste Zeit des Jahres auf ihrem Anwesen bei Brignoles. Und alle seien es zufrieden. „So hängen wir abends nicht an unseren iPads rum, sondern essen gemeinsam zu Abend. Und danach räumen die Kinder den Tisch ab…“

Der Toscana, wo die Clooneys eine Villa besaßen, haben sie in diesem Jahr den Rücken gekehrt.

Im Augenblick steht George Clooney in Paris vor der Kamera. Dort spielt er neben Camille Cottin eine Hauptrolle in der Netflix-Produktion „Dix pour cent“ von Fanny Herrero. Die dramatische Komödie knüpft an das Universum der erfolgreichen Serie an, die auf Netflix „Call my Agent“ heißt.

Wo immer er geht und steht, hält sich der bekennende Demokrat, der die Partei auch finanziell unterstützt, mit politischen Kommentaren nicht zurück. So sagte er jetzt – rund ein Jahr nach der Wahl des von ihm viel geschmähten Republikaners Donald Trump, es sei ein Fehler gewesen, die damalige Vizepräsidentin Kamala Harris im Wahlkampf als Trumps Gegenkandidatin aufzustellen. Schon an einer erneuten Nominierung des damaligen Präsidenten Joe Biden, der seine erneute Bewerbung schließlich zurückzog, hatte die prominente Stimme aus dem eigenen Lager Zweifel geäußert. Zwar hatte Clooney Kamala Harris zunächst unterstützt. Heute sagt er jedoch, sie sei als Alternative nicht wirklich in seinem Sinne gewesen, zumal es zu einer breit angelegten Kandidatensuche der Demokraten nicht gekommen sei. Er sei stets für eine Vorwahl eingetreten. „Danach hätten wir eine wirkliche Chance gehabt.“ Harris habe „gegen ihre eigene Bilanz antreten müssen“. Und das sei gegen Trump nicht zu schaffen gewesen.

Bei allem Ingrimm über den Verlauf der Dinge hat Clooney seinen Humor nicht verloren. So amüsierte er sich vor wenigen Tagen mit schelmischen Bemerkungen zum jüngsten Jahrhundert-Coup im Louvre, als wenn er sich von seiner Hollywoodrolle als Meisterdieb in der Ocean-Reihe nicht recht lösen könne. In dem Streifen spielt er stets den Gentleman-Ganoven Danny Ocean, der spektakuläre Diebeszüge ausheckt und Bestohlenen und Verfolgern immer neue Schnippchen schlägt.

„Das war echt cool“, schmunzelte er über den Geniestreich von Paris. „Ein professioneller Einbrecher wie ich ist echt stolz auf solche Typen.“ Nicht umsonst hätten viele Leute den großen Coup vom Louvre mit den „Ocean“-Filmen verglichen. Er habe sich das kursierende Videomaterial von den Dieben selbst angesehen und fand es „ziemlich lustig, zumal es am helllichten Tag passiert“ sei, wie er mit verschmitztem Lächeln sagte. „Mit all den Touristen da.“ Dann ruderte er aber zurück und versicherte, tatsächlich finde er „die Sache natürlich ziemlich schrecklich“.

Apropos Ocean: Wie verlautet, ist ein neuer Teil der Gangster-Komödien-Reihe mit einem neuen Teil („Ocean’s 14“) bereits in der Mache. Laut Clooney ist das Drehbuch schon fertig.

Rolf Liffers